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25. September 2015

My Backpacking Travel Experience - DO's and DON'Ts

Model : Anni | picture taken in Sa Pa, Vietnam
Rückblickend auf meine Reise durch Vietnam muss ich zugeben, dass ich mit dem Backpack wohl die richtige Entscheidung getroffen habe, da mich im Vorhinein meine Eltern nur belächelt haben (à la "das kannst du doch eh nicht tragen, so klein und schwach wie du bist" - ja ja vietnamesische Eltern, direkt wie eh und je) und Freunde mit dem Rollkoffer durch das Land gereist sind.

Trotzdem bewaffnete ich mich mit einem 65l Trekkingrucksack, druckte eine Packliste (sogar für Frauen ausgelegt) aus dem Internet aus und fing an quasi "nach Anleitung" zu packen.

Soweit so gut - bei vielen Punkten stimmte ich mit der Packliste überein - bei anderen schüttelte ich nur den Kopf und lies es bleiben und bei wieder anderen Punkten packte ich wohl etwas zu viel von ein.

Dieser Post soll ein Résumé von meinen Erfahrungen und Dingen sein, die ich beim nächsten Mal wohl anders machen würde:

Trekkingrucksack - Das wohl drittwichtigste (nach dir selber und einer ganzen Portion Vorfreude) Ding an der ganze Reise. Erst auf der Reise wurde mir klar, wie maßgeblich ein gut durchdachter Rucksack ist. Im Nachhinein würde ich mich beim Kauf für einen anderen Rucksack entscheiden. Einen, bei dem man auch an der Seite aufmachen kann, sodass man bei der alltäglichen Outfitwahl das blaue Shirt nicht vom Boden der Tasche herausbuddeln muss. Letztendlich bin ich dazu übergegangen meine Klamotten in 3l Ziplock Beutel zu kategorisieren (Tops, Shorts, lange Hosen, T-Shirts, Unterwäsche).

Socken - Obwohl in der Packliste steht, dass zwei Paar Socken anscheinend reichen sollten, habe ich mich echt geärgert, nicht noch mehr eingesteckt zu haben. Gerade wenn man viele sportliche Aktivitäten, wie Trekking oder Canyoning macht, viel durch die Natur läuft, sind sportliche und feste Schuhe (am besten mit Profil und keine dämlichen (aber stylishen) Adidas Stan Smith) von Vorteil.
Ich finde es unhygienisch Socken doppelt zu tragen und zum Glück hatte ich noch zwei Paar offene Schuhe (also insgesamt 3 Paar Schuhe), die ich statt den Sneakern anziehen konnte, aber rückblickend hätten doch zu einigen Outfits die Sneaker besser ausgesehen, bzw. wären wohl die bessere Option gewesen um eine Stadt in einem langen Spaziergang zu erkunden, was aber durch die fehlenden oder schon benutzten Socken nicht möglich war.
Also Leute, immer ein Paar Socken zu viel als zu wenig ;)

Sportklamotten - die kleine Fashion Bloggerin kam wohl beim Packen in mir hoch und so dachte ich mehr in Outfits statt funktional.
Spätestens beim Canyoning rächte sich dieses Denken, denn die eingepackte H&M Shorts ist nicht gerade dazu geeignet, Klippen hinauf zu klettern, vor allem weil sie dann vielleicht noch bei jedem großen Schritt hier und da zwickt. Mein ganzes Outfit hätte ich in dem Moment gerne gegen ein paar gemütliche Sportklamotten eingetauscht, die vielleicht etwas atmungsaktiver und schweißaufnahmefähiger gewesen wären als meine High Waisted Shorts und mein Crop Top :D
Wenigstens ein Sport Outfit muss beim nächsten Mal dabei sein - man weiß ja nie, ob ein spontaner Gang ins Fitness Studio nicht auch noch ansteht.

Mobile Boxen - Meinen Freunden sei dank, dass sie mir zum Geburtstag eine super kleine mobile Bluetooth Box geschenkt haben, die auch noch ordentlich Wumms hat. Ich gehöre wohl zu den Personen, die zu jeder Zeit und zu jeder Aktivität musikalische Untermalung brauchen. Sei es auch nur das Zähne Putzen oder Schminken - ein wenig Musik schadet nie. Ich war jedenfalls super froh, dass ich meine Boxen immer dabei hatte und wir so einige entspannte Abende musikalisch beschallt werden konnten.

Trockenshampoo - Ein Essential, welches mir zeit meines Lebens gespart hat. Häufiges Haare waschen ist lästig und schädigend. Also hat mir das Trockenshampoo so einige Haarpannen erspart und oben drein noch luftiges Volumen gezaubert.

Reiseapotheke - "Als ob ich in einem tropischen Land bei konstanten 30°C mich jemals erkälten werde." Falsch gedacht, Madame. Vor allem in den bergigen Regionen Vietnams können es auch mal kühle 20°C werden und wenn sich dann auch noch Wind und Regen dazu gesellen und du komplett durchnässt in Shorts und einem halb durchlässigen T-Shirt rumläufst, dann macht auch mal das stärkste Immunsystem schlapp. Zum Glück hatten meine Mitreisenden nicht so optimistisch gedacht und genug Tabletten eingesteckt um mich auch noch mit versorgen zu können.
Gripostad, Nasenspray, Imodium, Reisetabletten, Pflaster - ihr wart meine Lebensretter :P

Make Up - Okay, als kleiner Make Up Junkie habe ich natürlich viel zu viel eingepackt. Ich konnte natürlich nicht wissen, dass ich von den 7 Lippenstiften doch nur höchstens 3 benutzen werde und den Lipliner in dunkelrot habe ich natürlich auch niemals angerührt. Aber frau will ja immer die Auswahl haben. Blusher und Bronzer habe ich natürlich immer links liegen gelassen, stattdessen hätte ich dann doch lieber das ein oder andere zusätzliche mattierende Puder bzw. Blotting Paper einpacken sollen (aber zum Glück ist das Glänzen wie eine Disco Kugel, in der Fachwelt auch bekannt als "Strobing", gerade total in). Schnell habe ich einsehen müssen, dass der ganze morgendliche Aufwand bei dem tropischen Klima voll für die Katz war und habe mich nach und nach nur noch auf das nötigste beschränkt : Sonnencreme, Eyeliner, Augenbrauen, Lippenpflege und los!

Auch wenn ich einiges hätte anders machen können, letztendlich hab ich es ja doch überlebt und lerne einfach aus den kleinen Fehlerchen. Nur mit einem Rucksack, in dem man nur das nötigste einpacken kann, ein Land zu erkunden, lässt einen irgendwie realisieren, dass man im Leben nicht viel braucht um zu erleben.

1. Juli 2015

Travels | Barcelona


Seit letzten Montag wieder zurück und ich bin immer noch hin und weg von Barcelona. Obwohl es sehr kurze drei Nächte insgesamt waren, hat uns die Stadt voll und ganz überzeugt und meine Freundin hat auch schon entschieden ihr Studium abzubrechen und sofort dort hinzuziehen. Zeichen dafür gab es genug (ein Spanier hat ihr betrunken einen Antrag gemacht, das gilt doch oder?)!


Obwohl ich Madrid eigentlich auch sehr schön fand, ist das leider absolut kein Vergleich zu Barcelona. Die Menschen dort sind einfach total anders. Viel entspannter und glücklicher
Barcelona hat ein bisschen von allem : als wohl größte Start Up Stadt Europas (oder hat Berlin schon überholt?), lebt die Alternative Szene neben dem Traditionellen.

Wir schlenderten stundenlang durch die kleinen verwinkelten Gassen und kamen aus dem Staunen einfach nicht mehr raus. Uns wurde nie langweilig und es gab irgendwie immer etwas zu entdecken. Die Schönheit der alten Gebäuden war einfach überwältigend - die Stadt ist so fotogen

Ein bisschen touristenüberlaufen ist Barcelona allerdings schon - aber das hat uns nicht weiter gestört, konnten die meisten Spanier dann deshalb auch Englisch und waren sehr hilfsbereit.

Wir buchten uns eine private Unterkunft und waren erstaunt, wie zentral wir dann lebten. Alles war fußläufig zu erreichen und so mussten wir keine Tickets für die Öffentlichen kaufen.
Was ich allerdings empfehlen würde, sind die Hop on Hop off Busse, die so gut wie jedes sehenswerte Ziel in Barcelona anfahren oder ihr erkundet die Stadt mit dem Fahrrad, was ich mir auch sehr entspannt und flexibel vorstelle!

Wir sind sehr viel gelaufen, was auch nicht weiter schlimm war, aber irgendwann dann doch anstrengend wurde und logischerweise sehr viel Zeit in Anspruch nimmt :P Aber dafür konnten wir die Atmosphäre der Stadt sehr gut auf uns wirken lassen.

Mich hat die Stadt einfach nur verzaubert!
Gegessen haben wir eigentlich nie so richtig viel. Durch die Hitze hatten wir eigentlich immer Lust auf etwas leichtes. Welche Restaurants ich euch dennoch empfehlen kann (mit studentenfreundlichen Preisen sogar):

Tucco Real Food Für nur 7,90€ bekommt ihr ein komplettes Menü bestehend aus wahlweise Pasta, Quiche mit Salat (meine Wahl!) oder anderen Hauptspeisen, dazu ein Getränk eurer Wahl und als krönendes Highlight ein Dessert. Probiert unbedingt den Käsekuchen. Der war mehr als göttlich!

Rosa Negra Hier bekommt ihr original mexikanisches Essen zu erschwinglichen Preisen. Ich habe den Garnelen Salat genommen, der richtig frisch und lecker war. Bestellt euch am besten gleich noch ein paar Caipirinhas oder Mojitos für nur 3,50€ dazu! :D
Die Markthalle Sant Josep in der La Rambla ist ein guter Ort um günstig satt zu werden. Allein wegen der Atmosphäre dort, ist sie einen Besuch wert.
Tipp: Geht am besten ne halbe oder dreiviertel Stunde vor Schluss hin, dann verscherbeln die Stände ihr Essen meistens für die Hälfte des Preises :)
Der Strand Barceloneta ist tagsüber als auch nachts echt wunderschön. Einfach eine Melone kaufen und damit ab zum Strand und sich sonnen. Nachts schlenderten wir am Strand entlang und haben uns dann am Ende des Strandes auf eine Felsenküste gesetzt, Cider getrunken und uns einfach von der Musik berieseln lassen, die im Hintergrund in irgendeinem Open Air Club richtig laut gespielt wurde.
Dress - ASOS | Bag - Mango | Belt - H&M | Sunglasses - Ray-Ban Clubmaster | Sandals - New Yorker | Bikini - H&M | Necklace - GogoPhilip (via ASOS) | Watch - Fossil
Den Parc Güell haben wir auch besucht. Die Mosaiken von Gaudi, der Ausblick auf die Stadt, der Sonnenuntergang... Es war super schön. Wenn ihr nach 21 Uhr hingeht, ist der Eintritt frei, der Park komplett leer und ihr könnt dort schön entspannen. 

So, das war mein kleiner Rückblick auf mein Wochenende in Barcelona :) Wer von euch war schonmal da und wie fandet ihr es ? Gibt es irgendwelche Geheimtipps, die ich beim nächsten mal mit beachten sollte?

7. Juni 2015

Porto

Wusstet ihr, dass die ganzen Uniformen von Harry Potter von den Studenten in Porto inspiriert worden sind?
Fun Fact, J.K. Rowling hat ne ganze Weile in Porto gelebt - und ich kann auch verstehen wieso. Diese kleine Fischerstadt ist wie verzaubert und wunderschön. Die engen Gassen, die bunten Häuser, die ganzen Weinkeller und überall Studenten aller möglichen Fakultäten.

Auf diesen kleinen Schiffchen werden die Weinfässer transportiert und verschifft. Man sieht sogar die Seilbahn oben rechts im Bild.
Der Sandemann steht vorne am Schiff
Besuch im Weinkeller Burmester mit kleiner Führung und anschließender Weinprobe. Den Weißwein finde ich immer noch besser!
Die Treppe, die J.K. Rowling inspiriert hat in der kleinen Buchhandlung in der Stadt.
Porto ist eine ziemlich hügelige Stadt mit vielen gefliesten und bunten Häuschen. Zum Verlieben!
Verrückte und betrunkene Studenten, die einen Brunnen besteigen, nach dem Umzug und vor dem großen "Queima" Festival.
Jede Fakultät hat seine eigene Farbe; zum Beispiel ist rot die Farbe der Pädagogen, lila die Farbe der Architekten usw...

Schade, dass es in Deutschland nicht so eine studentenorientierte Kultur gibt. In Porto haben sie so viele witzige Traditionen, bei denen ich mir vorstellen kann, dass diese das Gemeinschaftsgefühl und die Verbindung zur eigenen Fakultät sehr stärken!

30. September 2014

Flashback : Dockville Festival 2014

So heute setze ich mich daran und schreibe über meine Erinnerungen, Erlebnisse und Eindrücke zum Dockville Festival 2014.

Vielleicht ein paar generelle Fakten: Das Dockville fand vom 15-17.08.2014 in Hamburg - Wilhelmsburg statt, wobei die Tickets und das Camping beim VVK ca. 80€ insgesamt gekostet haben, was ich als sehr angemessen empfinde.
Damals war das Line Up jedoch noch unbekannt und wurde erst später nach und nach enthüllt.
Da ich eigentlich nur gutes über das Festival gehört habe, habe ich nicht lange gezögert und mir gleich zwei Karten für mich und meinen Freund gekauft.
Außerdem kann man von den vorherigen Jahren ungefähr einschätzen, ob die Musikrichtung einem zusagt oder nicht.


Die Anfahrt war eigentlich relativ problemlos und einfach und da man eh vom Hamburger Hauptbahnhof losfährt, findet man schnell Gleichgesinnte mit Backpack und Zelt und folgt denen einfach unauffällig ;)

Angekommen am Campingplatz waren wir erstmal etwas orientierungslos und suchten noch nach freien Plätzen, was echt fast unmöglich war! Der Campingplatz war maßlos überfüllt.
Nach langem Suchen und rumdiskutieren, haben wir uns dann noch irgendwo dazwischen quetschen können.
Von unseren Nachbarn haben wir dann erfahren, dass auch ein Tag zuvor der Platz bereits überfüllt war. Oh man - wie viele Menschen sind denn auf diesem Festival?

Schon beim Vorverkauf erfuhr ich, dass die Veranstalter einen 2. Camping Platz eingerichtet hätten, von dem man 15 Minuten bis zu den Bühnen braucht. Wir brauchten im Vergleich dazu keine 2 Minuten um auf das Gelände zu gelangen (je nachdem, wie lang die Schlangen an den Schleusen waren).
Da müsste man ja meinen, dass auch das Festivalgelände vergrößert wurde, wenn sie schon mehr Menschen campen lassen. Dem war aber nicht so.

Allgemein empfanden wir alle (also meine Freunde und ich), dass das Publikum doch recht jung war und manchmal fühlten wir uns auch, als hätten wir uns auf dem Ballermann verirrt ;)

Nach einem kurzen Orientierungslauf auf dem Festivalgelände entschieden wir, dass es ja doch Vorteile hat, wenn die Bühnen so nah beieinander stehen und man eigentlich nur einen Katzensprung zur nächsten Bühne braucht. Spart Zeit und Energie und man kann sich besser treffen.

Apropos Treffen: Einige meiner Freunde haben auf dem zweiten Campingplatz gecamped, aber die Veranstalter haben es so eingerichtet, dass man dort nicht rauf darf, wenn man nicht das benötigte Bändchen vorzeigen konnte. So konnten wir nicht zusammen campen, sondern mussten uns immer auf dem Festivalgelände treffen.

Das Line Up war grandios.

Am ersten Tag hat mich Jagwar Ma regelrecht umgehauen. Der Song "Come Save Me" war deren Finale - anfangs ein Mix aus Pop und Indie, welches sich langsam aber sicher zu einem elektronischen Wunderwerk entwickelte, welches noch sehr lange bei mir nachwirkte.
Diese Band hatte ich vor dem Festival gar nicht auf dem Schirm. Als ich dann in der Bandbeschreibung gelesen habe, dass sie auch mal die Vorband von The XX waren, wusste ich schon, dass sie nicht schlecht sein konnten.
Nod One's Head wollte ich ja schon immer mal live sehen und war so von der energiegeladenen Frontfrau begeistert, dass mir der Auftritt insgesamt sehr positiv in Erinnerung blieb. Das Duo ist super sympathisch und ich wundere mich immer noch, wie sie so kontrolliert singen und gleichzeitig so sehr rumhopsen und abgehen kann. Ich wäre schon längst aus der Puste ;)

RY X war einfach nur Gänsehaut pur. Traumhafte Stimme und einfach nur entspannende, melancholische Musik. Bei meinem Lieblingssong "Howling" kamen mir fast die Tränchen vor Freude! Live hört sich doch alles 1000 Mal besser an.

Der nächste Tag war vollgstopft mit Acts zu denen wir hinwollten, die meisten davon spielten sogar parallel, sodass wir gezwungen waren, Kompromisse einzugehen.
Was mir persönlich sehr in Erinnerungen blieb, waren die Auftritte von

  • Die Antwoord : das war einfach der WAHNSINN! Die Show ist so abgefahren, ein bisschen so wie Bonaparte, nur besser und abgedrehter und verrückter! Definitiv ein Act, den man live sehen sollte!
  • Coely : eine super symphatische und coole Sängerin und als sie den Rap Part von Busta Rhymes gerappt hat, war es um mich geschehen! Wie cool ist das denn?! Ihr Auftritt hat einfach nur Spaß gemacht.
  • Dominik Eulberg : feinster Techno/Deep House. Anfänglich eher unscheinbar, aber als wir später am Abend zurückgekehrt sind, hat er uns mit seinem Set einfach nur gefesselt und wir konnten trotz Erschöpfung nicht aufhören zu tanzen.
  • Dillon : sehr süße und zerbrechliche Persönlichkeit, aber es hat mich einfach geärgert, dass es eine halbe Stunde Verspätung gab aufgrund von technischen Problemen. Dabei hatten wir so gute Plätze :( Sie performte dann kurz spontan alleine auf der Bühne mit Piano und ihrer Stimme. Sehr schade!
Am letzten Tag wollten wir zu Chet Faker und waren auch relativ früh da, aber ihr glaubt nicht, wie voll es war.
Die ersten beiden Songs haben wir in dem Getummel mit Rumgeschubse noch aushalten können, später wurde uns das zu viel. 
Da hat sich dann gezeigt, dass es doch nicht so schlau war, so viele Festival Tickets zu verkaufen. Der Platz hat vorne und hinten für die ganzen Menschen nicht gereicht und es wurde teilweise sogar echt gefährlich.
Man konnte die Bühne nicht mal ordentlich verlassen, es wurde geschubst, gedrängelt - in so einer Masse festzustecken, war keine schöne Erfahrung und hätte auch echt verletzend enden können. Ohne Spaß Leute, so etwas habe ich noch nie erlebt. Wir wurden regelrecht von der Masse "ausgespuckt" am Ende. Es war so krass!

Von einer Freundin habe ich noch erfahren, dass es später bei Flume nicht besser wurde und ich war dann auch echt froh, heil da rausgekommen zu sein.

Auch wenn es ein verregnetes, sehr wechselhaftes Wetter auf dem Festival war und wir mit dem Publikum nicht ganz auf einer Wellenlänge waren, empfanden wir das Festival im großen und ganzen als ein sehr schönes Festival mit einem super mega tollem Line Up. Ich habe so viele tolle neue Künstler entdeckt, die ich seitdem rauf und runter höre und die ganzen Konzerte waren teilweise echt inspirierend oder einfach nur schön :)
Die Menschen auf dem Campingplatz waren teilweise etwas rücksichtslos, was mir aber (zum Glück) auf dem Festivalgelände eher weniger auffiel.
Falls wir dem Dockville nächstes Jahr noch ein Besuch abstatten sollten, würden wir wahrscheinlich eher auf das Camping verzichten - obwohl ich durch die Festivals campen echt lieben gelernt habe.

Obwohl einen Kritikpunkt hätte ich doch noch: MACHT DIE MUSIK LAUTER! haha

Das war also mein Festival Flashback zum Dockville 2014! Ich hätte noch viel mehr zu den Künstlern schreiben können und zu deren Auftritte, aber ich glaube das hätte den Rahmen dieses Posts gesprängt - haha.
Meine Dockville Playlist findet ihr bei Soundcloud. Alle Acts, die da waren könnt ihr hier nochmal nachlesen.

26. September 2014

Food in Madrid

Wusstet ihr, dass man in Madrid total spät essen geht? Ja, die meisten Menschen machen dort eine Sierra, sodass die Restaurants zur deutschen Mittagszeit einfach zu hatten und erst spät abends wieder aufmachen. Von 16-20 Uhr ist also keine Essenszeit.
Allgemein essen die Spanier total spät. Wenn wir um 20 Uhr schon halb verhungert ein Restaurant aufgesucht haben und hastig Essen bestellten, sahen wir kaum Leute, die richtig zu Abend aßen.
Sie tranken höchstens ein Bier und snackten ein paar Chips, während die Kellnerin bei der Aufnahme unserer Bestellung überrascht schaute, als wir was "richtiges" bestellen wollten.

Zum Glück war unser Hotel Agora Juan de Austria (zu empfehlen, wenn man ein billiges Hotel sucht, welches auch noch relativ zentral liegt und man eh den ganzen Tag unterwegs sein wird) nicht sehr weit von Restaurants entfernt, sodass man gemütlich mit dem Fuß zum Calle Trafalgar laufen konnte, wo es eine Vielzahl von kleinen Bars und Restaurants gab, auf deren Terrasse man sich hinsetzen konnte.

Im folgenden zeige ich euch ein paar Restaurants und Imbisse, bei denen wir essen waren. Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp auch für euch dabei :)

Wanddekoration im La Musa
Richtig hipster :)
Einen guten Start in den Tag bekommt ihr im Restaurant La Musa (Calle de Manuela Malasana 18, 28004 Madrid). Dort gibt es eine Auswahl an unterschiedlichen Frühstücken, die alle sehr sehr satt machen. Außerdem war die Location total cool und die Preise sind super. Wir haben für unser ganzes Frühstück keine 9€ gezahlt :D Vielleicht war das ein Special? Zwei für eins oder so? Sind extra nochmal zurück gelaufen um nachzufragen, ob sie auch richtig berechnet haben haha.

Frühstücken in Madrid ist sowieso total anders als hier. Viel deftiger und reichhaltiger.



So aßen wir an einem Tag Tostas Mixtas, welches einfach nur Toasts mit Schinken und Käse waren...
... oder auch mal sogenannte Tortilla de Patata (schmecken wie Kartoffel Pancakes) mit Olivenöl und einem Panini Brötchen.
Häufig wurden dazu Chips serviert.
Die Spanier scheinen Chips zum Frühstück richtig zu lieben :D
Im Malaspina (Calle de Cadiz 9, 28012 Madrid) haben wir dann das erste Mal Tapas gegessen. Danach hatten wir definitiv genug von Schinken :) Ein richtiges Geschmackserlebnis war's und die Bedienung war auch nett. Der Wein hat das Essen noch mal schön abgerundet. Und habe ich schon erwähnt, dass ich Tintenfischringe liebe?
So richtig satt wurden wir von den Tapas nicht, also ging es spät am Abend weiter zum Steakburger (Calle de Luchana 17, 28010 Madrid) direkt bei uns um die Ecke. Endlich mal eine Speisekarte auf Englisch - haha.
Die Preise waren ok - die Portionen waren riesig. Wir haben nicht alles geschafft. Sehr lecker war es auf jeden Fall.
 Satt und glücklich schlendert man also noch durch das warme Madrid und setzt sich schließlich auf die Dachterassen Bar Teraraza Cibeles (Plaza de Cibeles 1, 28014 Madrid) und lässt den Abend schön mit einem Glas Wein (und noch mehr Chips) ausklingen, genießt den Ausblick und wippt zur Musik.

An den restlichen Tagen waren wir relativ häufig Asiatisch essen. Wir wissen noch nicht einmal wieso. Wahrscheinlich mag ich den Gedanken etwas asiatisches in einem anderen Land zu essen und zu probieren. Denn man kennt es ja, dass hier zu lande das asiatische Essen doch stark dem deutschen Geschmack angepasst wurde.
Ich liebe aber authentisches asiatisches Essen, also hier ein paar Empfehlungen:

Leckere gebratene Nudeln, die keineswegs wie die China Box hier schmecken. Sehr frisch und würzig. Zwar waren die Ladenbesitzer keine Asiaten, aber das hat den Geschmack nicht im geringsten beeinflusst.

Ginger Boy 
Calle de Murillo 1
28010 Madrid 
Authentisches Japanisches Essen findet ihr bei Yokaloka (Mercado de Anton Martin, Calle de Santa Isabel 5, 28012 Madrid). Dieser Imbiss ist etwas versteckt im Untergeschoss des Mercado de Anton Martin und meistens etwas voll, aber wer ein bisschen Geduld mitbringt, wird mit super leckerem Essen belohnt. Die Edamame Bohnen haben wir zum ersten Mal im Leben probiert, und wir sahen bestimmt echt doof aus, als wir die ganze Bohne in unser Mund gestopft haben, bis wir beim Nachbarn sahen, dass man die einzelnen Kerne mit dem Mund herausziehen muss und man die Hülle nicht mit isst.
In Madrid gibt es echt coole Restaurant Konzepte. Im Nigiri (Calle de Fuencarral 91, 28004 Madrid) zum Beispiel sind alle Gericht wie in einem Supermarkt in der Kühlabteilung ausgestellt. Man greift sich das gewünschte Gericht und bringt es zur Kasse, wo z.B. die Suppen frisch hinzugefügt werden oder das Dim Sum warm gemacht wird. Fast Food mal anders!

Ihr seht, japanisch war irgendwie überall vertreten in Madrid. So haben wir auch das Maki (Plaza de San Ildefonso 6-9, 28004 Madrid) ausprobiert, welche Bento Boxen angeboten haben, die man sich selber zusammenstellen konnte.
Ob man davon satt wurde? Nicht so wirklich, aber die Idee dahinter war nett :)

Eines meiner Lieblingsrestaurants / Imbisse war definitiv das Tacos Chapultepec (Calle Cardenal Cisneros 13, 28010 Madrid), welches ausschließlich authentisches mexikanisches Essen serviert - mit der bestesn Avocadocreme Guacamole überhaupt. Wenn ich jetzt daran zurückdenke ... mhhmmmm!
Alles war so super lecker und günstig, ich will allein schon wegen diesem Laden wieder zurück nach Madrid :D























So das waren alle meine Restaurant Tipps, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Ich weiß, es ist nicht viel typisch spanisches dabei, aber ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel :)

Falls noch irgendjemand coole Restaurant Tipps hat, schreibt die doch einfach in die Kommentare, damit wir eine kleine Sammlung haben!